Ursensollen – ein Windrad, Typ Nordex N117/2400 (Nennleistung: 2,4 MW), und ein Photovoltaikpark (Solarmodule eines Tier-1-Lieferanten mit einer installierten Gesamt-Nennleistung von ca. 14.000 kWp) die überzeugen. Das Bürgerwindrad Ursensollen erwirtschaftet 2025 rund 9,7 Millionen Kilowattstunden und versorgt damit ca. 2.771 Haushalte. Der Photovoltaikpark Ursensollen-Wappersdorf erwirtschaftet 2025 rund 15,3 Millionen Kilowattstunden und versorgt damit ca. 4.388 Haushalte.
Bürgerbeteiligung nach dem Echten Bürgermodell
Seit Juli 2013 betreiben 59 Bürgerinnen und Bürger aus der Region das Bürgerwindrad. Seit Anfang 2022 betreiben 57 Bürgerinnen und Bürger aus der Region den Photovoltaikpark.
Die Bürgerenergieparks laufen nach dem Prinzip des Echten Bürgermodells. Die Anleger bestimmen hier mit. Die Mindestanlage beträgt 5.000 €. Die Auswahl erfolgt nach dem Zwiebelschalenprinzip, d.h. Kommanditisten kommen vorrangig aus der Standortgemeinde und Umgebung. Die Gemeinde erhält größtenteils die Gewerbesteuer (95 %). Bürgerinnen und Bürger vor Ort können den erzeugten Strom direkt über den Anbieter von Wust – Wind und Sonne „RegioGrünStrom“ (www.regiogruenstrom.de) beziehen.
Ein Standort mit Zukunft
Durch Geräusche oder Schattenwurf eines Windparks, oder die Optik eines Photovoltaikparks kann die Landschaft zeitweise verändert wahrgenommen werden. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (§6 EEG 2023) erlaubt den Betreibern 0,2 Cent pro eingespeiste Kilowattstunde an angrenzende Gemeinden zu zahlen, um einen Ausgleich zu schaffen. Die Bürgerenergien werden diese Zahlungen freiwillig an die Standortgemeinden leisten. Die Einnahmen aus den Energieparks werden dazu hergenommen, um wichtige Bereiche zu fördern, z.B. Vereine, Soziale Projekte, Kultur, Jugendarbeit uvm.
Gutes tun durch Spenden
Die Bürgerenergiegesellschaft unterstützt zusätzlich ausgewählte Projekte mit Spenden.
In diesem Jahr spendet die Bürgerwindenergie Ursensollen und die Bürgersonnenenergie Ursensollen-Wappersdorf jeweils 1.000 € an die DKMS (Deutsche KnochenMark Spende) Amberg-Sulzbach. Übergeben wurde die Spende von Norbert Mitlmeier (Beirat, Bürgersonnenenergie Ursensollen-Wappersdorf und Bürgerwindenergie Ursensollen), Paul Frank (Beirat, Bürgersonnenenergie Ursensollen-Wappersdorf) und Dr. Thomas Nibler (Beirat, Bürgerwindenergie Ursensollen) an Angela und Thomas Sperber von der DKMS Amberg-Sulzbach.
Angela und Thomas Sperber informierten über die wichtige Arbeit der DKMS. Derzeit sind rund 11 Millionen Menschen in Deutschland und etwa 13 Millionen weltweit bei der DKMS als potenzielle Stammzellspender registriert. Alle zwölf Minuten erhält in Deutschland ein Mensch die Diagnose Blutkrebs. Für die Behandlung werden Stammzellen benötigt. Für die erforderlichen Typisierungen werden laufend finanzielle Mittel benötigt, da pro Typisierung Kosten von rund 50 Euro anfallen. In einer der letzten Typisierungsaktionen in Ursensollen und Umgebung, für Mia, konnten bereits zwei potenzielle Spender ermittelt werden.
Im Landkreis Amberg-Sulzbach investieren Bürgerinnen und Bürger gemeinsam in ein Grünstrom-Projekt, das die Energiewende voranbringt und zum Klimaschutz beiträgt. Die Wertschöpfung bleibt nicht irgendwo anonym auf der Welt verteilt. Sie bleibt hier in unserer Region, bei unseren Bürgerinnen und Bürgern. Infos zur Beteiligung finden Sie unter www.wust-wind-sonne.de.
