Schnaittenbach – ein Windrad, Typ Nordex N117/2400 (Nennleistung: 2,4 MW), das überzeugt. Das Bürgerwindrad Schnaittenbach erwirtschaftet 2025 rund 4,7 Millionen Kilowattstunden und versorgt damit 1.340 Haushalte.
Bürgerbeteiligung nach dem Echten Bürgermodell
Seit Dezember 2013 betreiben 58 Bürgerinnen und Bürger aus der Region die Energieanlage – nach dem Prinzip des Echten Bürgermodells. Die Anleger bestimmen hier mit. Die Mindestanlage beträgt 5.000 €. Die Auswahl erfolgt nach dem Zwiebelschalenprinzip, d.h. Kommanditisten kommen vorrangig aus der Standortgemeinde und Umgebung. Die Gemeinde erhält größtenteils die Gewerbesteuer (95 %). Bürgerinnen und Bürger vor Ort können den erzeugten Strom direkt über den Anbieter von Wust – Wind & Sonne „RegioGrünStrom“ (www.regiogruenstrom.de) beziehen.
Ein Standort mit Zukunft
Durch Geräusche oder Schattenwurf eines Windparks kann die Landschaft zeitweise verändert wahrgenommen werden. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (§6 EEG 2023) erlaubt den Betreibern 0,2 Cent pro eingespeiste Kilowattstunde an angrenzende Gemeinden zu zahlen, um einen Ausgleich zu schaffen. Das Bürgerwindrad wird diese Zahlungen freiwillig an die Standortgemeinden leisten. Die Einnahmen durch das Windrad werden dazu hergenommen, um wichtige Bereiche zu fördern, z.B. Vereine, Soziale Projekte, Kultur, Jugendarbeit uvm.
Gutes tun durch Spenden
Die Bürgerenergiegesellschaft unterstützt zusätzlich ausgewählte Projekte mit Spenden. In diesem Jahr spendet die Bürgerwindenergie Schnaittenbach 300 € an die Kinderkrippe St. Vitus. Übergeben wurde die Spende von den Beiräten der Bürgerwindenergie Schnaittenbach Franz Kummer, Manfred Kick und Gerhard Dobmeier an Tanja Schmidl (stellv. Leiterin, Kinderkrippe St. Vitus), Birgit Kumeth (Leiterin, Kinderkrippe St. Vitus) und Marcus Eichenmüller (1. Bürgermeister, Schnaittenbach). Die Leitung der Kinderkrippe St. Vitus bedankte sich im Namen ihrer „kleinsten Schützlinge“ bei der BWE Schnaittenbach für die Spende. Das Geld wird für Anschaffungen der Kinderkrippe verwendet, die nicht durch die laufenden Betriebskosten finanziert werden können.
Im Landkreis Amberg-Sulzbach investieren Bürgerinnen und Bürger gemeinsam in ein Grünstrom-Projekt, das die Energiewende voranbringt und zum Klimaschutz beiträgt. Die Wertschöpfung bleibt nicht irgendwo anonym auf der Welt verteilt. Sie bleibt hier in unserer Region, bei unseren Bürgerinnen und Bürgern. Infos zur Beteiligung finden Sie unter www.wust-wind-sonne.de.
